Heilerde für Hund und Katze

Ist grüne Tonerde für meinen Hund oder meine Katze sinnvoll? Tonerde wird seit Langem für das Wohlbefinden von Tieren eingesetzt, unter anderem von Naturheilkundlern des frühen 20. Jahrhunderts (Kneipp). Tiere selbst wälzen sich spontan darin, wenn sie das Bedürfnis verspüren.

Ein wichtiger Punkt vor jeder Anwendung

Tonerde hat eine starke Aufnahmefähigkeit: Genau das macht sie interessant (sie bindet Unreinheiten), es bedeutet aber auch, dass sie ein Medikament, ein Wurmmittel oder jedes andere Mittel, das Ihr Tier bekommt, binden und in seiner Wirkung abschwächen kann. Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze tierärztlich behandelt wird, geben Sie niemals gleichzeitig Tonerde (weder innerlich noch auf die Haut), ohne vorher mit Ihrer Tierarztpraxis zu sprechen, und halten Sie immer einen großzügigen zeitlichen Abstand ein.

Äußere Anwendung (Umschlag, Puder)

Grüne Tonerde wird traditionell als Umschlag auf die Haut oder als Puder auf kleine Wunden, Kratzer oder oberflächliche Hautreizungen bei Hund und Katze verwendet. Sie gilt als beruhigend und reinigend.

Einige wichtige Regeln: Tonerde nie mit Metall in Berührung bringen (lieber Gefäße aus Glas, Holz oder Porzellan verwenden), ein Tuch aus Naturfasern benutzen und sie nie ohne vorherigen tierärztlichen Rat auf eine tiefe oder besorgniserregende Wunde geben.

Innere Anwendung

Manche Halter geben gelegentlich kleine Mengen grüner Tonerde, verdünnt im Trinkwasser, als kurze Kur. Davon wird bei Nierenproblemen oder Verstopfung abgeraten, und während einer medikamentösen Behandlung sollte man ganz darauf verzichten (siehe oben).